Unter den Kanarischen Inseln gilt La Palma als das interessanteste Tauchrevier des gesamten Archipels. Das liegt zum einen an der faszinierenden Topografie der hiesigen Unterwasserlandschaft, welche unter anderem auch von den Vulkanausbrüchen in den 1970er Jahren geformt wurde, so dass heute schwarze, versteinerte Lavaströmezu sehen sind. Weiterhin erwarten die Taucher Riffe, tiefe Schluchten, Torbögen, überhänge, wild verstreute Felsbrocken und geheimnisvolle Unterwasserhöhlen.
Vor der Küste von La Palma zählt man über 30 Tauchgründe. Einige von ihnen sind bequem vom Land aus zu erreichen, für andere wiederum muss eine Bootsfahrt von mehreren Minuten eingeplant werden. Viele Tauchgründe liegen zudem in rund 30 Meter Tiefe, so dass sie sowohl von Anfängern als auch von Profis des Tauchsports befahren werden können. Darüber hinaus gibt es auch einige interessante Tauchgebiete, die erfahrene Taucher sogar in über 40 Meter Meerestiefe locken.
Die meisten Tauchgebiete versammeln sich an der Ost- und Westküste von La Palma, wo sich etwa in Playa de Puerto Naos, Los Cancajos und Puerto de Tazacorte auch viele Tauchschulen angesiedelt haben. Ebenfalls sehr reizvoll für Tauchabenteuer ist der Süden; vor der Nordküste La Palmas ist das Tauchen jedoch auf Grund der starken Strömungen und des kräftigen Wellengangs eher gefährlich als vergnüglich. Selbst von den ortskundigen Tauchbasen bieten nur wenige Tauchsafaris in dieser Region an.
Vor der Südküste von La Palma befindet sich das Meeresschutzgebiet Reserva Marina de La Palma. Dieses darf zwar selbst nicht betaucht werden, doch versammeln sich in seiner nahen Umgebung sehr reizvolle Tauchgründe, die vor allem für ihren Fischreichtum bekannt sind.
Ein einmaliges Taucherlebnis verspricht außerdem der Unterwasserfriedhof Malpique an der Südspitze des Eilandes. Denn hier befinden sich rund 40 steinerne Kreuze auf den Meeresgrund, die zu Ehren der im 16. Jahrhundert von Piraten ermordeten Misionare versenkt wurden. Außerdem können Neugierige hier die seltenen schwarzen Korallen bewundern.
Im Südwesten erwarten Sie zudem die zwei sehenswerten Unterwasserhöhlen Cueva de agua dulce und Cueva Ricardo. Nicht weit davon entfernt liegt mit dem Dampffrachter Santa Úrsula außerdem das einzige Wrack vor der Küste La Palmas.
Vor der Ostküste besticht derweil das Tauchrevier El Canyon mit einer faszinierenden, canyonartigen Landschaft, während an den Tauchspots Los Molinos und La Caldera Lavaströme bei ihrem Weg in die Tiefe versteinert sind und heute eine faszinierende Meereslandschaft erschaffen haben.
Die Meereslandschaften vor den Kanarischen Inseln bilden die Heimat von über 600 verschiedenen Fischarten. So heißen etwa Brassen, Zackenbarsche, Muränen, Tintenfische, Garnelen, Trompetenfische, aber auch Schildkröten, Rochen, Langusten, Sandaalen, Seesterne und mit viel Glück auch Mondfische, Delfine und Wale die Taucher in ihrem Reichen willkommen. Eine Besonderheit sind außerdem die schwarzen Korallen, die es nur hier gibt.
Quelle: Urlaubsreise24 - La Palma Reiseinformationen und Pauschalreiseangebote
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